Ein Törn nach Haithabu PDF Druckbutton anzeigen? E-Mail

 

Perun auf dem Hadebyer Noor

Ein Törn nach Haithabu

Sie sind auf der Durchreise zum ehemaligen Handelsort der Wikinger: Haithabu an der Schlei. Um mitgeführte mittelalterliche Handelsware, wie slawische Töpferware, Honig und Bernstein zu verkaufen.
Dazu machten sich Vormann und Bootsbauer Kai Zausch, Bärbel Sebastian, der Archäologe Ole Hoffmann und Henning Lutzer auf den Weg. Sie starteten mit dem kürzlich fertig gestellten Wikingerboot, dem Einmaster „Perun“, am 5. Juli vom sehr wahrscheinlich im Jahr 1066 von den Slawen erbauten Ort Rerik (jetzt Groß Strömkendorf nahe der Ostseeinsel Poel) und „schippern“ von Küstenort zu Küstenort, um rechtzeitig zum mittelalterlichen Handelsmarkt in Haithabu an der Schlei einzutreffen. Die „Perun“ verfügt nur über ein Segel und wenn Flaute herrscht, heißt es, mit Muskelkraft die Ruder zu schwingen. Einen Hilfsmotor gibt es nicht. Die vier Besatzungsmitglieder liefen auf Fehmarn zuerst in Burgstaaken an und verholten dann nach Orth. In beiden Hafenorten wurden sie sehr freundlich aufgenommen. Das Wikingerboot wurde in der Zeit der Bundesgartenschau in Schwerin gebaut, doch für einen Originalnachbau reichte die Zeit nicht. So misst das Wikingerboot nur eine Länge von sieben Metern, eine Breite von 1,85 Metern und hat einen Tiefgang von rund 40 Zentimetern. Für bis zu sieben Personen ist das Boot geeignet. Es ist Eigentum des Marineclubs Schwerin und wurde im Auftrag des Landesamtes für Kultur- und Denkmalpflege Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin gebaut. Die Planken stammen aus gespalteten Eichenstämmen und Beibehau. Vom Landesamt für Kultur- und Denkmalpflege in Schwerin wurde sogar ein Schutzbrief als Urkunde ausgestellt, in dem versichert wird, dass die Besatzung des Wikingerbootes in friedlicher Absicht über die Meere reist. Der Name des Bootes „Perun“ ist abgeleitet vom Namen des Hauptgottes der Slawen. Perun, Gott des Gewitters, Donners und Blitzes, ähnlich wie die Wikinger ihren Gott „Thor“ hatten. Mit auf Segeltour ist der Archäologe von der Humboldt Universität Berlin Ole Hoffmann, der an Bord Erfahrung sammeln, diese auswerten und letztlich darüber einen Erfahrungsbericht schreiben möchte.

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 25. Mai 2011 um 14:59 Uhr