Wikinger sollen Schlei "zurückerobern" PDF Druckbutton anzeigen? E-Mail

aus: Flensburger Tageblatt vom SHZ

Aktiv-Region Schlei-Ostsee fördert ein für Juli 2012 geplantes Treffen von Wikingerschiffen aus Deutschland und Dänemark vor Haithabu

Logo RahsegeltreffenDas hat es auf der Schlei noch nicht gegeben:
Die Aktiv-Region Schlei-Ostsee plant mit der Touristik-Gesellschaft Ostseefjord Schlei GmbH* ein maritimes Stelldichein von Rahseglern vor Schleswig und Haithabu. Wenn alle Träume in Erfüllung gehen, dann werden in der Zeit zwischen dem 12. und 15. Juli nächsten Jahres rund 30 rekonstruierte Wikingerschiffe über Schleimümde Richtung Schleswig einlaufen - unter dem nostalgischen Motto "Hafen - Handel - Haithabu".

* Anmerkung des Administrators:
Der Kreis der Planer und Organisatoren beschränkt sich nicht nur auf die Aktiv-Region Schlei-Ostsee und die Touristik-Gesellschaft.
Initiator und Ideengeber ist Kai Zausch - der Autor dieser Net-Site. Aufgegriffen, gefördert und weiter entwickelt haben die Idee maßgeblich Frau Ute Drews - Leiterin des Wikingermuseum Haithabu in Zusammenarbeit mit Herrn Prof. Dr. Claus von Carnap-Bornheim - Leiter des Archäologischen Landesamtes SH. Weiterhin planen und organisieren mit: die Gemeinde Busdorf mit Bürgermeister Ralf Feddersen (in diesem Fall als Projektträger), die Wikingergruppe
Opinn Skjold und die Theatergruppe
Midgaard Skalden.

Dieses Vorhaben soll dabei "erlebnisorientiert" ausgerichtet sein. Das heißt: Unter anderem sind zahlreiche Veranstaltungen zu Wasser und zu Lande geplant, die einen großen Ansturm von Fans vor allem in der inneren Schlei erwarten lassen. Einige Wikingerschiffe, darunter auch Nachbauten aus Dänemark, sollen dank der Windkraft bis ins Haddebyer Noor vordringen, also in unmittelbare Nähe des Wikingermuseums.

Sowohl Vorsitzender Hans-Werner Berlau vom Hauptgremium der Aktiv-Region als auch Geschäftsführerin Anke Lüneburg (Ostseefjord Schlei G,bH) sehen in diesem geplanten Großevent einen wichtigen Beitrag zur Ankurbelung des Tourismus - und das mit internationaler Aufmerksamkeit. Federführend und damit kommunaler Antragsteller bei dieser modellhaften Projektierung ist die Gemeinde Busdorf mit Bürgermeister Ralf Feddersen als Vorreiter.

Zahlreiche Ehrenamtler werden bei der Vorbereitung mithelfen. Dennoch fallen Kosten von etwa 83 000 Euro für übergeordnetes Management, Sachleistungen und Marketing an. Um diese Finanzierung auf die Beine zu stellen, werden seitens der Aktiv-Region Fördermittel in Höhe von 38 500 Euro - sprich 55 Prozent - aus dem "Zukunftsprogramm Ländlicher Raum" vorgesehen. Die Gemeinde Busdorf leitet via Amt Haddeby den entsprechenden Antrag an das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) weiter.

In der Erläuterung zum Projekt Rahseglertreffen heißt es unter anderem, dass im Rahmen des Modellvorhabens Netzwerke und Strukturen aufgebaut würden, die dauerhaft genutzt werden könnten. Um künftigen Anbietern das Aufstellen von Marktständen auf den Flächen außerhalb der Wikinger-Gebäude in Haithabu schmackhaft zu machen, sollen während des Festes keine Standgebühren erhoben werden. Auch wird auf Meldegebühren für die Rahsegler verzichtet. Dennoch erhoffen sich die Initiatoren für die heimische Wirtschaft eine deutliche Wertschöpfung. Es sei angedacht, "dieses Highlight auf der Schlei im zweijährigen Turnus zu wiederholen", so Anke Lüneburg.


Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 14. Juni 2011 um 15:11 Uhr